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Humboldt-Universität zu Berlin - Personalrat der studentischen Beschäftigten

Urlaub

Urlaubsansprüche

 

Wie wird an der HU Urlaub gewährt?

Urlaub ist dezentral geregelt, das heisst die oder der Vorgesetzte ist unmittelbar dafür verantwortlich. Es gibt keine zentrale Einrichtung der HU, an der du deinen Urlaub anmelden musst. Daher gibt es auch keine HU-weite Regelung, wie Urlaub zu beantragen ist. Unbedingt sollte er aber 1.) schriftlich beantragt werden und 2.) die oder der Vorgesetzte gegenzeichnen. Gelegentlich wird ein blaues Formular (eigentlich für hauptamtlich Beschäftigte) verwendet.

Bei Fragen zur konkreten Beantragung von Urlaub lasst euch bitte vom PRstudB beraten (https://hu.berlin/prstudb-kontakt).

 


ACHTUNG!
Die folgenden Informationen beziehen sich noch auf den TVStudII.
Jedoch gilt schon der TVStudIII.

Aktuelle Informationen (basierend auf dem TVstudIII) stellt der Personalrat der studentischen Beschäftigten der Technischen Universität Berlin bereit.


Laut dem Berliner Tarifvertrag für studentische Beschäftigte (§ 13 TV Stud II) haben studentische Beschäftigte Anspruch auf 31 Urlaubstage pro Kalenderjahr. Insofern das Beschäftigungsverhältnis im laufenden Urlaubsjahr beginnt oder endet, beträgt der Urlaubsanspruch nach § 13 TV Stud II i.V.m. § 48 BAT für jeden vollen Beschäftigungsmonat ein Zwölftel. Schwerbehinderte studentische Beschäftigte haben laut § 125 SGB IX Anspruch auf 5 zusätzliche Urlaubstage. Der Jahresurlaub ist bis zum 30. April des folgenden Kalenderjahres anzutreten. Sollte dies aus dienstlichen Gründen, wegen Arbeitsunfähigkeit oder wegen der Schutzfristen nach dem Mutterschutzgesetz nicht möglich sein, verlängert sich der Antrittszeitraum auf den 30. Juni. Eine etwaige Erkrankung während des Erholungsurlaubes wird auf diesen nicht angerechnet, wenn die/der Betroffene die Arbeitsunfähigkeit unverzüglich anzeigt und diese durch ein ärztliches Zeugnis nachgewiesen wird.

 

Urlaubsberechnung

Unberücksichtigt an wie vielen Tage pro Woche du tatsächlich arbeitest, wird für die Urlaubsberechnung mit 6 Werktagen/Woche gerechnet. Wenn du eine ganze Woche Urlaub nehmen möchtest, musst du also 6 Urlaubstage beantragen. Dies entspricht 9,42 Std. (41h-Vertrag).

 

Etwas komplizierter wird es, wenn du Urlaub nur an einzelnen Tagen nehmen möchtest. Hierfür ist ein rechnerischer Umweg nötig:

Mit Berücksichtigung der Schaltjahre hat jedes Jahr im Durchschnitt 365,25 Tage bzw. jeder Monat 30,44 Tage. Nach dieser Berechnung hat ein Monat durchschnittlich 4,35 Wochen. Das ergibt bei Verträgen über

  • 80 Monatsstunden eine Arbeitszeit von 18,40 Std. pro Woche bzw. 3,07 Std. pro Werktag
  • 60 Monatsstunden eine Arbeitszeit von 13,80 Std. pro Woche bzw. 2,30 Std. pro Werktag
  • 41 Monatsstunden eine Arbeitszeit von 9,42 Std. pro Woche bzw. 1,57 Std. pro Werktag
  • 40 Monatsstunden eine Arbeitszeit von 9,2 Std. pro Woche bzw. 1,53 Std. pro Werktag

 

Solltest du bei einer monatlichen Arbeitszeit von 41 Stunden flexible Arbeitszeiten haben, musst du demnach für einen einzelnen Urlaubstag 1,57 Stunden von deiner noch zu erledigenden wöchentlichen Arbeitszeit abziehen (bzw. noch 7,85 Stunden in dieser Woche arbeiten).

 

Solltest du bei einer monatlichen Arbeitszeit von 41 Stunden hingegen feste Arbeitszeiten haben, musst du die fixe Arbeitszeit eines Arbeitstages durch die durchschnittliche tägliche Arbeitszeit (s.o.) dividieren. Solltest du bspw. an jedem Montag 5 Stunden arbeiten, musst du (5/1,57=) 3,18 Urlaubstage nehmen. Bei festen Arbeitszeiten ist darüber hinaus zu beachten: Fällt ein Feiertag auf einen regelmäßigen festen Arbeitstag, werden alle normalerweise an diesem Wochentag zu arbeitenden Stunden von den noch zu arbeitenden Monatsstunden abgezogen. Fällt ein Feiertag auf einen Wochentag, an dem regelmäßig nicht gearbeitet wird, können hierfür keine Stunden abgezogen werden.

 

Übersicht über die Urlaubsstunden bei verschiedenen Monatsstunden:

Monatsstunden
Arbeitsumfang
Urlaubsstunden
pro Jahr
41 49
60 72
80 96

Wer weniger als ein ganzes Kalenderjahr beschäftigt ist, erhält seinen Urlaub anteilsmäßig, d.h. ein Zwölftel des Jahresurlaubs für jeden vollen Beschäftigungsmonat. Der volle Anspruch auf Erholungsurlaub besteht ab dann, wenn das Arbeitsverhältnis mindestens 6 Monate dauert. Wer also bspw. am 1. August 2015 als studentische Hilfskraft zu arbeiten beginnt, kann frühestens ab Februar 2016 den vollen Urlaub nehmen (Eine Ausnahme gilt, wenn das Beschäftigungsverhältnis zu kurz ist, um den Urlaub nach 6 Monaten zu nehmen. In diesem Fall muss der Urlaub während des Beschäftigungsverhältnisses genommen werden.)

 

Urlaubsansprüche für SHKs mit ganzjährig mind. 50-prozentiger Schwerbehinderung:

 

Der Urlaubsanspruch (in Arbeitsstunden) errechnet sich folgendermaßen:

 

Arbeitsumfang p.M.  X  Anzahl voller Besch.monate

----------------------------------------------- X 36 Urlaubstage f. schwerbeh. SHKs

52,2 Wochen p.J.1)   X   6 Arbeitstage p.W.

 

Das Ergebnis ist auf volle Stunden zu runden. Der Urlaubsanspruch in Stunden ist auf der eigenen Urlaubskartei durch die Verwaltung angegeben.

 

1) Da das Jahr normalerweise 365 Tage, jedoch alle vier Jahre 366 Tage hat, ergibt sich ein Durchschnittswert von 365,25 Tagen pro Jahr. Übertragen auf die Wochen ergibt sich eine durchschnittliche Wochenanzahl von 52,2 pro Jahr.