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Humboldt-Universität zu Berlin - Personalrat der studentischen Beschäftigten

Familienversicherung

Im folgenden geben wir Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Krankenversicherung:

Die folgenden Angaben entsprechen den Auffassungen des PRstudB und sind deshalb ohne Gewähr. Für eine umfängliche Beratung wendet euch bitte an

 

Muss ich mich selbst studentisch krankenversichern, wenn ich eine Stelle als studentische/r Beschäftigte/r an der HU habe?

Das hängt vor allem von deiner Krankenversicherung, aber auch vom Alter und vom Einkommen ab. Bei jährlicher Abrechnung wird ein monatliches Durchschnittseinkommen errechnet, für das die unten aufgeführten Beispiele gelten. Leider gehen immer mehr Krankenversicherungen zu einer monatlichen Abrechnung über, d.h. es genügt bereits, in einem Monat mehr als die Obergrenze zu verdienen, um nicht mehr familienversichert sein zu können.

a) Ab vollendetem 25. Lebensjahr können Studierende nicht mehr über die Familienversicherung der Eltern/der Ehefrau/des Ehemannes  krankenversichert sein. Einzige Ausnahme ist die Dienstzeit aus Bundeswehr oder Zivildienst. Diese wird auf die Altersgrenze angerechnet. Zum Beispiel: Bei 12 Monaten Zivildienst verlängert sich die Anspruchszeit zur Familienversicherung um ein Jahr, bis zur Vollendung des 26. Lebensjahres.

b)  Die Einkommensgrenze für die Familienversicherung findet ihr auf den Websiten eurer Krankenversicherung, bspw. hier.

Solange diese Einkommensgrenze nicht überschritten wird, ist eine Familienversicherung möglich, darüber besteht die Pflicht zur studentischen Krankenversicherung. Dabei ist zu beachten, dass es sich bei den 395,00 Euro um einen Jahresdurchschnittswert handelt, der sich wie folgt berechnet:

Monatslohn x  Monate - Werbekostenpauschale) / Monate

 

Beispiel 1: Tätigkeit mit 41 Stunden pro Monat und einer Dauer von 12 Monaten:

Monatslohn (brutto): 41 h x 10,98 €/h = 450,18 €

Monate: 12

Werbekostenpauschale: 1000,00 €

(450,18 €/Monat x 12 Monate - 1000,00) = 4402,16 € / 12 Monate = 366,85 € pro Monat

In diesem Fall besteht keine Pflicht zur studentischen Krankenversicherung.

 

 

Beispiel 2: Tätigkeit mit 60 Stunden pro Monat und einer Dauer von 12 Monaten:

Monatslohn (brutto): 60 h x 10,98 €/h = 658,80 €

Monate: 12

Werbekostenpauschale: 1000,00 €

(658,80 €/Monat x 12 Monate - 1000,00) = 6905,60 € / 12 Monate = 575,47 € pro Monat

In diesem Fall besteht die Pflicht zur studentischen Krankenversicherung.

 

Gibt es eine Möglichkeit trotz einer Tätigkeit als studentische/r Beschäftigte/r über die Familienversicherung versichert zu sein, wenn die Altersgrenze noch nicht erreicht ist?

Ja, laut Tarifvertrag TVstudII, Protokollnotiz zu Abs. 1 Satz 3, kann auf Antrag der beschäftigten Person die monatliche Arbeitszeit reduziert werden. Um bei einer zwölfmonatigen Tätigkeit auf einen monatlichen Bruttolohn von weniger als 395,00 € zu gelangen, muss ein Antrag auf Arbeitszeitreduzierung um die entspr. Stundenzahl/Monat bei der/dem jeweiligen Vorgesetzten gestellt werden.

 

Ich habe bisher von den o.g. Regelungen nichts gewusst. Nun hat mich meine Krankenkasse angeschrieben und mir mitgeteilt, dass ich mich selbst versichern muss und zwar auch rückwirkend. Muss ich auch die rückwirkenden Forderungen begleichen und wie lange darf die Krankenkasse in die Vergangenheit zurück forschen?

 

Ja, soweit es nach o.g. Regelungen keine Ausnahmen gibt und eine Pflicht zur studentischen Krankenversicherung besteht, müssen die Beiträge beglichen werden. Auch wenn dies für einen Zeitraum zutrifft, der in der Vergangenheit liegt. Nach SGB IV, §25 Abs. 1 haben die Krankenkassen einen Anspruch auf Überprüfung der letzten vier Jahre nach Ablauf des Kalenderjahres, in dem die Beträge fällig geworden wären.